Immer mehr Mütter füttern ihre Kinder breifrei, die Methode ist auch unter dem Begriff Baby Led Weaning bekannt. Wobei füttern eigentlich das falsche Wort ist, denn bei BLW ist es wichtig, dass dem Kind nichts in den Mund gesteckt wird, sondern es sich das Essen selbst nimmt. Was und wie viel gegessen wird, entscheidet das Kind.

Die Aufgabe der Eltern ist es, ihren Kindern ein gesundes Angebot zu machen und für eine harmonische Essatmosphäre zu sorgen. Viele Anhänger der Methode starten mit gegarten Gemüse wie z.B. Karotte oder Brokkoli. Dazu ist es wichtig, dass die bisherige Ernährung mit Muttermilch oder Pre-Nahrung nicht eingeschränkt wird. Beikost kommt zunächst erstmal nur hinzu und ersetzt noch keine Mahlzeiten.

Der richtige Zeitpunkt für den Beikoststart hängt vor allem von der Entwicklung deines Kindes ab. Genau wie beim Krabbeln oder Laufen gibt es auch beim Essenlernen ein von Kind zu Kind unterschiedliches Entwicklungstempo. Ein Großteil ist mit circa sechs Monaten so weit ist.

Gerade bei der breifreien Kost besteht eher nicht die Gefahr zu früh zu beginnen, weil das ohne bestimmte motorische Voraussetzungen (wie z.B. selbstständig sitzen können) nicht selbstständig essen kann. Die größte Sorge ist, dass das Kind sich verschlucken kann.

Glücklicherweise wird der Würgreflex in diesem Alter noch sehr weit vorne im Mund ausgelöst. Wenn Kinder mit der Nahrung noch nicht umgehen können, dann bringen sie diese einfach wieder heraus. Das Würgen irritiert natürlich, hat aber nichts mit Verschlucken zu tun. Trotzdem ist es hilfreich einen Erste-Hilfe-Kurs zu besuchen.

Dazu ist es wichtig, das Kind beim Essen nicht alleine zu lassen und natürlich geeignete Lebensmittel auszuwählen. Harte, kleine und runde Dinge wie zum Beispiel Nüsse sind ungeeignet. Ich gebe meinem Sohn sowohl Brei als auch Fingerfood, weil ich der Meinung bin dass er alles kennenlernen soll und ausprobieren darf.

Ob Brei oder breifreie Kost – ihr braucht vor allem Geduld und solltet das Kind wie bei allen anderen Entwicklungsschritten nicht mit anderen Kindern vergleichen.